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15. Mai 2009: Behörden öffnen
Weg zu Hinkelsteinen bei Roßdorf
(Quelle: www.echo-online.de)
Kulturdenkmal: Steinzeitliche Menhiranlage
soll aus dem Schattendasein herausrücken
– Neuer Zugang und ein Steg
ROSSDORF. Die jungsteinzeitliche Menhiranlage
an der Grenze zwischen Darmstadt und Roßdorf
soll ihr Schattendasein beenden. Die Behörden
hätten vereinbart, ...
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Januar 2009: Der in den Bach gestürzte
Stein Nr. 8 wurde vor zwei Wochen von
der Gemeinde auf der gegenüberliegenden
Seite (hinter dem Schild) aufgestellt.

Die Untersuchung von Herrn Krajewski
hat zu dem Ergebnis geführt, dass
auf der Wiese evtl. weitere Steine verborgen
sind. Es darf jedoch nicht danach gegraben
werden.
22. April 2008: Im September 2007 wurden,
unter Leitung von Prof. Dr. Krajevski,
die neuesten Bodenuntersuchungen gemacht.
Wir sind auf die Veröffentlichung
seines Berichts gespannt.
Aktuellste Veröffentlichung: Gisela
Poser, Die Menhiranlage zwischen Darmstadt
und Roßdorf in ihrem kulturgeschichtlichen
Zusammenhang, Hrsg. Kulturhistorischer
Verein Roßdorf, 2007
Zur Anlage:
1967 von dem Roßdorfer Heimatforscher
Heinrich Gunkel entdeckt. Mindestens 14
Steine bilden links und rechts des Ruthsenbaches
eine Menhiranlage, zu der es in unserer
Region keine Vergleiche gibt. Es handelt
sich eventuell um Reste eines Cromlechs,
also um eine Steinkreisanlage.
Das Material der Steine ist Granitporphyr,
dessen nächstliegendes Vorkommen
etwa 1,6 km südwestlich von den Menhiren
zwischen Schleppweg, Heuweg und Eisenweg
entlang der Eisenhandschneise nachgewiesen
wurde. Der Bach durchfloß ursprünglich
die Wiese - sein heutiger Lauf ist neuzeitlich.
Menhire sind Zeugnisse kultischer Vorstellung,
die sich während der zweiten Hälfte
des 3. Jahrtausends über weite Teile
Mitteleuropas verbreitete. Sie sind von
Frankreich über das nördliche
Oberrheingebiet und Hessen bis nach Mitteldeutschland
zu finden. Die wohl bekanntesten Menhire
stehen bei Carnac in der Bretagne, wo
über 1000 Steine zu kilometerlangen
Alleen angeordnet sind.

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